Zwei Bier sind auch ein Schnitzel - und dann hat man auch noch nichts getrunken.
[Unbekannter Autor]
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KLICKEN Sie hier hier und es öffnet sich die Unterschriftenliste als PDF-Formular.
PLEINFELD - Die SPD Pleinfeld sammelt Unterschriften für einen barrierefreien und behindergerechten Bahnhof in Pleinfeld, da vor Jahren die Deutsche Bahn AG (DB) aus Rationalisierungsmaßnahmen den Zugang zum Pleinfelder Bahnhof wesentlich verschlechtert hat.
Konnte man damals noch dort die Gleise mit Kinderwagen, Fahrrad, Rollator oder Rollstuhl überqueren, wo früher die Postwägelchen die Schienen kreuzten, ist dies heute nicht mehr möglich. Die DB-AG entfernte diese Übergänge ohne einen gleichwertigen Ersatz zu schaffen.
Vor Jahren war es z.B. möglich, dass Benutzer von Elektro-Rollstühlen aus dem Ballungsraum Nürnberg noch Tagesausflüge ins Fränkische Seenland unternehmen konnten. Pleinfelder mobilitätsbehinderte Menschen konnten aus Pleinfeld mit dem Zug noch wegfahren (heute ist dies nicht mehr möglich.)
Im Workshop zur Vorbereitung auf die Kommunalwahl stellten viele SPD Kandidaten fest, dass sich in Richtung Barrierefreiheit am Bahnhof nichts tut. Daher beschloss die SPD Pleinfeld eine Unterschriftenliste für einen barrierefreien Bahnhof zu starten, um zu dokumentieren, dass es sich um viele Bürger handelt, die solch einen barrierefreien Zugang benötigen. Hedwig Michahelles und Astrid Weiße nahmen die Organisation der Unterschriftenliste in die Hand, es kamen bei der ersten Aktion in kürzester Zeit am Bahnhof Pleinfeld fast 100 Unterschriften zusammen. Natürlich unterstütze und sammelte auch Landratskandidat Uwe Döbler kräftig Unterschriften für einen barrierefreien Bahnhof.
Der einzige Faktor für die Bahn, um Bahnhöfe barrierefrei umzubauen, ist ein Fahrgastaufkommen ab 1.000 Kunden pro Tag. Aus unserer Sicht müssen mehrere Faktoren zusammenspielen.
Einmal der demografische Faktor, also das Älterwerden unserer Gesellschaft, muss berücksichtigt werden. Sah man vor Jahren kaum jemand mit einem Rollator unterwegs, so gehören Sie heute zum Ortsbild.
Der Tourismus im Fränkischen Seenland ist einerseits geprägt durch die Zielgruppe Familien mit Kindern, andererseits durch Senioren und mobilitätsbehinderten Menschen. Beide benötigen einen barrierefreien Tourismus. Im Fränkischen Seenland engagieren sich schon viele Akteure im barrierefreien Tourismus. Der Pleinfelder Bahnhof wäre somit der Zugang mit öffentlichen Verkehrsmittel zum Seenland. Um eine lückenlose, touristische Servicekette anbieten zu können, ist es nötig, eine barrierefreie Anreise tätigen zu können. Das mitfahren in den Zügen ist ja mittlerweile möglich, nur wenn man vom Bahnhof nicht mehr herunter kommt, nützt auch ein barrierefreier Zug nichts.
Die SPD Pleinfeld fordert von der Bahn AG, hier mit der Gemeinde und Betroffen in einen konstruktiven Dialog einzutreten. Vorstellen können wir uns eine kurzfristige Lösung, wie die Wiederherstellung der alten Variante unter Einbeziehung der Sicherheit am Bahnhof.
In Memmingen wurde auch rationalisiert und es gibt mittlerweile eine Kooperation mit einem Taxiunternehmen vor Ort, das behinderten Menschen nach Voranmeldung am Bahnhof hilft.
Die längerfristige Variante muss sein, den Pleinfelder Bahnhof baulich barrierefrei umzugestalten.
Wer die Unterschriftensammlung unterstützen will, kann dies jeweils am Samstag den 23.2. oder am 1.3.08 tun. An diesen Tagen hat die SPD Pleinfeld von 9 bis 12 Uhr am Bahnhof einen Info-Stand eingerichtet.
Am 7. Februar 2008 wurde in der Sendung "Kontraste" auf ARD über die Barrierefreiheit der Bahnhöfe in Deutschland mit der Deutschen Bahn berichtet.
Unter diesem Link finden Sie den Filmbeitrag als Video.