
Der Wohnungsbestand in Deutschland entspricht vielfach noch nicht den Anforderungen ältere Menschen. Deshalb wird das Programm "Wohnraum Modernisieren - Standard" um die Variante "Altersgerecht Umbauen" erweitert.
Wenn es den Politikern die Sprache verschlägt, halten sie eine Rede.
[Friedrich Nowottny, Journalist]
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Der Wohnungsbestand in Deutschland entspricht vielfach noch nicht den Anforderungen ältere Menschen. Deshalb wird das Programm "Wohnraum Modernisieren - Standard" um die Variante "Altersgerecht Umbauen" erweitert.
Damit können Wohnungen modernisiert, barrierefreie oder barrierereduziert gestaltet oder mit intelligenter Haustechnik ausgestattet werden. Das hilft Menschen mit altersbedingt eingeschränkter Mobilität, Menschen mit Behinderungen genauso wie Familien mit Kindern. Gefördert werden investive Maßnahmen an bestehenden Gebäuden unabhängig vom Baujahr des Gebäudes mit zinsgünstigen Krediten. Der Förderhöchstbetrag liegt bei 50.000 Euro je Wohneinheit (vor Modernisierung). Die neuen Programmbedingungen gelten für alle Anträge, die ab 01. April bei der KfW eingehen. Die Antragstellung erfolgt für Kredite bei der Hausbank, Anträge für Zuschüsse und Sonderförderung können direkt bei der KfW gestellt werden.
Das Darlehen können alle Privatpersonen (Eigentümer) bekommen. Mieter
benötigen eine Zustimmung ihres Vermieters. Auch Institutionen sind
antragsberechtigt. Ziel der KfW-Förderung ist ein möglichst
selbstbestimmtes Leben durch die Barrierereduzierung in der Wohnung, im
Wohngebäude und in dessen Umfeld. Diese zukunftsorientierte Steigerung der
Wohnqualität, beispielsweise durch den Umbau von Sanitäranlagen oder die
Errichtung einer Rampe, kommt Behinderten, Familien mit Kindern und
Senioren gleichermaßen zugute.
Die Zahl der Menschen im Alter über 80 wird sich deutschlandweit in den
nächsten 30 Jahren auf etwa 7,5 Millionen nahezu verdoppeln. Schon heute
lebt jeder zweite Seniorenhaushalt in einer eigenen Wohnung oder besitzt
sogar ein Haus. Damit auch künftig jeder so lang wie möglich in seinen
vertrauten vier Wänden weitgehend barrierefrei bleiben kann, ist es
wichtig, bereits frühzeitig an einen angemessenen Umbau zu denken.