Barrierefreier Ausbau des Pleinfelder Bahnhofs - Planungen sollen bis 2018 stehen

Veröffentlicht am 14.05.2016 in Kommunalpolitik

Der SPD-Ortsverein setzt sich seit Langem für einen Umbau ein. Bis 2018 sollen die Planungen abgeschlossen sein.

aus dem Weißenburger Tagblatt vom 12.05.2016

Derzeit gibt es noch keine konkreten Vorstellungen – Rampen oder Lifte? – Planungsmittel vom Freistaat
  PLEINFELD – In Sachen barriere­freier Ausbau ihres Bahnhofs dürfen sich die Pleinfelder offenbar neue Hoffnungen machen. Denn die Rezat­gemeinde steht auf der Liste der Orte, in denen die Barrieren auf dem Weg zum Bahnsteig schon bald aus dem Weg geräumt werden sollen.

In einem Schreiben an den SPD-Gemeinderat und Behindertenbeauf­tragten Bernhard Endres hat sich Karl-Heinz Ferstl, der Leiter Operati­ons bei der DB Station & Service AG in München, bereits im vergangenen Jahr zuversichtlich gezeigt, dass die Planungen in der zweiten Jahreshälfte „angestoßen“ werden sollen. Jetzt wurde Pleinfeld erneut als einer von insgesamt 24 bayerischen Bahnhöfen genannt, bei denen die Abteilung Sta­tion & Service dafür sorgen will, dass unüberwindbare Hürden endlich der Vergangenheit angehören.
  Pleinfelds Bürgermeister Markus Dirsch (CSU) will allzu früh gehegte Hoffnungen allerdings ein wenig dämpfen. Ihm zufolge sei die Marktge­meinde zwar in Verhandlungen mit der Deutschen Bahn. Erst müssten aber einmal genauere Planungen er­folgen,
wie und in welchem Kosten­rahmen ein barrierefreier Umbau überhaupt machbar ist. So ist derzeit noch völlig offen, ob die Barrierefrei­heit mit Rampen oder Liften herge­stellt werden kann.
  Weiterhin sei zu klären, ob und in welcher Höhe sich die Marktgemeinde und der Landkreis an den Kosten be­teiligen, sagte Dirsch auf Anfrage unserer Zeitung. Laut dem Pleinfel­der Rathauschef sollen diese Planun­gen 2018 spätestens abgeschlossen
sein.
 
 Petition eingereicht

  Gemeinderat Bernhard Endres und sein SPD-Ortsverein setzen sich seit Langem für den barrierefreien Ausbau des Pleinfelder Bahnhofs ein. Unter anderem hatten die Sozialdemokraten die Petition „Barrierefreier Bahnhof Pleinfeld“ initiiert und 3 079 Unter­schriften gesammelt, die an Sozial­ministerin Emilia Müller übergeben wurden. Auch der SPD-Bundestags­abgeordnete und Vorsitzende des Aus­schusses für Verkehr und digitale Infrastruktur, Martin Burkert, war zu einem Ortstermin nach Plein­feld gekommen, um sich zu infor­mieren.
  Endres hatte in einem Schreiben an die Staatsregierung wissen wollen, welche Bahnhöfe im Rahmen des Pro­gramms „Bayern-Paket 2013–2018“ zusätzlich barrierefrei ausgebaut wer­den, und als Antwort erhalten, dass mit dem Gesamtpaket der Freistaat Bayern zusätzliche Planungsmittel für bestimmte Bahnhöfe zur Verfügung stelle. Darunter war auch der Bahnhof Pleinfeld explizit genannt worden.
  Auf Endres’ Frage an Bahnchef Ferstl, ob die Planungen vor 2018 fer­tiggestellt sein werden, erhielt der Be­hindertenbeauftragte der Gemeinde Pleinfeld folgende Antwort: „Ja, so ist das zu verstehen.“ Erste Ergebnisse sollen bereits Mitte dieses Jahres vor­gestellt werden, hieß es jedenfalls da­mals. Ein ehrgeiziger Plan, weil sich noch nicht einmal der Pleinfelder Ge­meinderat konkrete Gedanken ge­macht hat, wie die Barrierefreiheit am Bahnhof denn aussehen könnte. Und so gab Behindertenbeauftragter Bern­hard Endres (SPD) auch unumwunden zu: „Derzeit wissen wir eigentlich re­lativ wenig.“ MARKUS STEINER

 

Video: Pleinfelder Bahnhof

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