Viele Bürgerinnen und Bürger treibt aktuell die Frage um, ob der Wald bei St. Veit erhalten bleibt. Im Gemeinderat wurde dazu ein Antrag der Freien Wähler behandelt, mehrere Flächen zwischen Pleinfeld und St. Veit grundsätzlich von Gewerbeentwicklung auszuschließen.
Dieser Antrag sollte ursprünglich nichtöffentlich behandelt werden. Wir als SPD-Fraktion haben uns jedoch klar für eine öffentliche Beratung eingesetzt – und auch entsprechend abgestimmt. Denn gerade bei einem so sensiblen Thema ist Transparenz entscheidend.
Für uns ist klar: Solche Entscheidungen müssen offen diskutiert werden. Gerade weil viele Menschen betroffen sind, setzen wir auf sachlichen Dialog statt auf Zuspitzung.
Keine pauschalen Entscheidungen
Einen pauschalen Grundsatzbeschluss für alle Flächen halten wir jedoch nicht für sinnvoll. Die Standorte sind sehr unterschiedlich und müssen jeweils einzeln geprüft werden. Solche Entscheidungen sind weitreichend und sollten auf einer belastbaren Grundlage getroffen werden – nicht pauschal und nicht vorschnell.
Klare Entscheidung für St. Veit
Für die Fläche direkt bei St. Veit haben wir eine klare Haltung: Ein Gewerbegebiet ist dort aus unserer Sicht nicht sinnvoll. Viele Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern haben uns darin bestärkt.
Deshalb haben wir eine getrennte Abstimmung beantragt – mit klarem Ergebnis:
Zwischen St. Veit und der Straße mit Bahnübergang wird kein Gewerbegebiet entstehen.
Damit besteht hier nun Klarheit.
Entwicklungsmöglichkeiten erhalten
Gleichzeitig sehen wir unsere Verantwortung darin, wichtige Entwicklungsmöglichkeiten für Pleinfeld nicht grundsätzlich zu verbauen. Gewerbe sichert Arbeitsplätze, stärkt die Gemeinde und schafft finanzielle Spielräume für wichtige Zukunftsaufgaben.
Beim Gebiet nahe dem Naturfreundehaus sehen wir einen pauschalen Ausschluss kritisch. Dort befindet sich ein wichtiger ortsansässiger Betrieb, der Arbeitsplätze sichert und für Pleinfeld von großer Bedeutung ist. Dieses Unternehmen muss auch künftig die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln. Eine alternative Nutzung sehen wir für diesen Bereich nicht.
Auch im Bereich der Gleise, rechts der Bahnbrücke von Pleinfeld ausgehend, kann grundsätzlich Potenzial bestehen. Ob und in welcher Form dort eine Entwicklung sinnvoll ist, kann jedoch erst nach einer sorgfältigen Prüfung entschieden werden.
Flächen bewusst nutzen
Die Flächen in Pleinfeld sind begrenzt. Neben Gewerbe ist auch die Schaffung von Wohnraum wichtig – gerade in unserer attraktiven Lage am See. Deshalb müssen alle Entscheidungen mit Blick auf das Gesamtwohl der Gemeinde getroffen werden.
Für uns ist klar: Natur- und Klimaschutz spielen dabei eine zentrale Rolle. Der Erhalt von Bäumen und gewachsenen Strukturen ist ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität.
Gleichzeitig heißt verantwortliche Klimapolitik auch, Flächen klug und nachhaltig zu nutzen. Entscheidungen dürfen nicht pauschal getroffen werden, sondern müssen ökologisch, wirtschaftlich und sozial sorgfältig abgewogen werden.
Unser Ziel ist daher keine „Alles-oder-nichts“-Politik, sondern für jede Fläche die beste Lösung – mit möglichst geringem Eingriff in Natur und Landschaft.
Bürgerbeteiligung bleibt zentral
Zugleich gilt für uns als SPD-Fraktion klar:
Ein Gewerbegebiet wird es nur mit frühzeitiger und transparenter Einbindung der Bürgerinnen und Bürger geben.
Ein sachlicher Dialog ist die Grundlage für tragfähige und akzeptierte Lösungen. Uns geht es darum, die Diskussion zu versachlichen und die Gemeinschaft in Pleinfeld zusammenzuhalten.
Fazit
• Direkt bei St. Veit wird definitiv kein Gewerbegebiet entstehen.
• Konkrete Planungen für neue Gewerbeflächen bestehen aktuell nicht.
• Weitere Standorte werden von der Verwaltung geprüft.
• Entscheidungen brauchen verlässliche Fakten – nicht vorschnelle Festlegungen.
• Frühzeitige Bürgerbeteiligung ist für uns Voraussetzung.
Unser Ziel ist eine verantwortungsvolle Entwicklung Pleinfelds – mit Augenmaß, Transparenz und im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern.


