Eine weitere Bewerberin für den Chefsessel im Pleinfelder Rathaus steht fest: Astrid Weiße (46) aus Mischelbach wird von der SPD als Bürgermeisterkandidatin ins Rennen geschickt. Am kommenden Donnerstag, 14. März, um 19.30 Uhr wird die SPD-Ortsvorsitzende im Gasthof Buckl offiziell zur Bürgermeisterkandidatin gekürt.
Für Außenstehende mag die Kandidatur vermutlich etwas überraschend sein, für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Bernhard Endres ist Weißes Nominierung überaus logisch: „Astrid Weiße ist seit mehr als fünf Jahren kommunalpolitisch im Gemeinderat engagiert und weiß als Gemeinderätin genau, was auf sie zukommen wird.“ Aus Endres’ Sicht sei Weiße sehr bürgernah und suche immer das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bür-gern, nehme sie ernst und kümmere sich als Gemeinderätin um ihre Anliegen.
Weiße arbeitet hauptberuflich als Krankenschwester für die Caritas-Sozialstation in Pleinfeld und engagiert sich ehrenamtlich als Gemeinderätin und im SPD-Ortsverein Pleinfeld. Zudem ist die vierfache alleinerziehende Mutter Referatsleiterin des Mehrgenerationenhauses und Lektorin in der evangelischen Kirchengemeinde Pleinfeld. Seit Hannelore Wechslers Ausscheiden aus dem Gemeinderat ist Weiße zudem Ortssprecherin von Mischelbach.
SPD-Fraktionsvorsitzender Endres schätzt an seiner Parteikollegin, dass sie ihre Ideen konstruktiv in die Fraktion einbringe und ihre Meinung mit Überzeugung vertrete: „Ich kenne sie als selbstbewusste, engagierte Frau, die sich im Dorfleben engagiert und Verantwortung übernimmt.“
Astrid Weiße selbst sagt, dass sie auf ihren Touren für die Caritas mit vielen Menschen in Kontakt kommt, die sie immer wieder auch dazu ermuntert hätten, als Bürgermeisterin zu kandidieren. Ein Amt, vor dem sie zwar Respekt habe, das sie sich aber dennoch zutraue: „Ich habe mir schon lange Zeit gedacht, dass das zu mir passen würde. Pleinfeld ist inzwischen längst meine Heimat geworden, hier fühle ich mich richtig wohl.“ Aus diesem Grund wolle sie sich auch für ihre Heimatgemeinde hauptamtlich engagieren.
Mit Zuversicht und Optimismus
Als Gemeinderätin wisse sie genau, was von ihr als Bürgermeisterin verlangt und gefordert werde. In den kommenden Wahlkampf gehe sie mit Zuversicht und Optimismus: „Ich rechne mir gute Chancen aus, sonst würde ich überhaupt nicht kandidieren.“ Weiße weiß, dass sie als evangelische Frau, die noch dazu nicht aus Pleinfeld kommt, durchaus eine exotische Kandidatin ist. Wenn sie die Bürgerinnen und Bürger am 12. Mai von sich überzeugen können sollte, wäre das für Pleinfeld „ein echter Paukenschlag“, glaubt sie selbst.
Endres ist überzeugt, dass die gebürtige Sächsin, die aus Zschorlau im Erzgebirge kommt, die Marktgemeinde Pleinfeld als Bürgermeisterin „nach vorne bringen“ könne: „Sie wird garantiert nicht nur verwalten, sondern sprüht nur so vor Ideen.“ Diese wolle sie den Zuhörern bei der Nominierungsversammlung am 14. März im Gasthof Buckl gerne näherbringen.
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