SPD beantragt: Beauftragung eines Planungsbüros zur Modernisierung des Bahnhofumfeldes Pleinfeld

Veröffentlicht am 26.08.2019 in Kommunalpolitik

Pleinfelder SPD will für barrierefreien Umbau des Pleinfelder Bahnhofs ein Fachbüro einschalten.

Soll im nächsten Jahr umgebaut werden: Der Bahnhof in Pleinfeld.
Für einen barrierefreien Bahnhof setzt sich seit Jahren der SPD-Fraktionsvorsitzende Bernhard Endres ein, der selbst im Rollstuhl sitzt.

Aus dem Weissenburger Tagblatt vom 26. August 2019.

Die SPD Marktgemeinderatsfraktion Pleinfeld hat an Bürgermeister Stefan Frühwald (CSU) den Antrag gestellt, dass die Gemeindeverwaltung im Zuge des barrierefreien Ausbaus des Bahnhofs Pleinfeld im Frühjahr 2020 schnellstmöglich auch ein qualifiziertes Planungsbüros mit der Neuplanung der Außenbereiche beauftragt.

Die Zeit drängt

Nur so könne der Gemeinderat zeitnah eine zukunftsweisende Entscheidung für den regional bedeutenden Tourismus- und Pendlerstandort Pleinfeld treffen, schreibt SPD-Fraktionsvorsitzender Bernhard Endres.

Im Hinblick auf die zunehmende Bedeutung des Klimaschutzes setze Pleinfeld damit ein Zeichen für eine nachhaltige Mobilität. Zudem werde die lange von der SPD Pleinfeld geforderte Barrierefreiheit des Pleinfelder Bahnhofs realisiert.

Hin zum Mobilitätszentrum

Endres: "Aus diesem Anlass ist es aus unserer Sicht dringend notwendig, dass Pleinfeld als Verkehrsdrehscheibe im Seenland seinen Bahnhof zu einem Mobilitätszentrum ausbaut." dabei ergebe sich die einmalige Chance, das gesamte Bahnhofsumfeld sowohl im südlichen als auch im nördlichen Bereich zukunftsfähig neu zu gestalten und aufzuwerten.

Dem Antrag zufolge müsse für alle Bahnkunden und andere Verkehrsteilnehmer (auch Fußgänger) eine optimale Nutzungsmöglichkeit gegeben sein. Zu berücksichtigen sei ebenfalls, dass durch die mögliche Verlängerung der Bahnstrecke Pleinfeld-Gunzenhausen-Nördlingen die Zentralität des Pleinfelder Bahnhofs weiter zunehmen könnte und auch die Bahnreisenden zunehmen werden.

90 Prozent Förderung

Zeitgleich erwartet die Pleinfelder SPD eine erhöhte Fahrradfrequenz am Bahnhof, nicht zuletzt durch die rasant ansteigende Zahl der E-Bike Nutzer. Daher müssten aus Sicht der SPD die Fahrradstellplätze im Bahnhofsumgriff modernisiert und ausgebaut werden. Ergänzend müsse für E-Bikes eine Auflagemöglichkeit geprüft werden. Die bereits von 2. Bürgermeisterin Inge Dorschner (SPD) eingeplanten 50.000 € für die Modernisierung könnten dabei eingebunden werden. Die Marktgemeinde erhält laut Endres einen Zuschuss von der DB und der Staatsregierung von 90 %, womit nicht nur die Stellplätze am Bahnhof im Süden, sondern auch im Norden erneuert werden können.

WC-Anlage längst fällig

Auch eine behindertengerechte WC-Anlage sei mit einzuplanen, entweder im Bahnhofsgebäude oder im direkten Umfeld des Bahnhofes. Dies würde den Vorteil, dass auch Besucher der Bahnweiher - Freizeitanlage diese WC-Anlage nutzen könnten. die Planungskosten für eine WC Anlage am Bahnhof seien bereits im Haushalt 2019 eingestellt.

P+R Stellplätze

Auf Basis einer Bedarfsprognose durch den VGN wird Endres zufolge von weiter steigenden Fahrgastentwicklungen ausgegangen, die eine potentielle Nachfrage von 50 zusätzlichen P+R Stellplätzen prognostizieren: "In Anbetracht der aktuellen Diskussion zu den Themen Umwelt, Verkehr, Verlagerung auf die Schiene ist dieser Mengenzuwachs realistisch." Jetzt müsse mit den Verantwortlichen der Bahn gesprochen werden, wie das partnerschaftlich umgesetzt werden könne, heißt es in der Pressemitteilung der SPD.

 
 

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